Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
Internationaler Experte für Vulvamedizin & FGM/C‑Rekonstruktion
Lehrender, Forscher, Gutachter, gesellschaftlich engagiert
Zusatzbezeichnung Handchirurgie (Ärztekammer Nordrhein)
European Board certified Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgeon, Hand Surgeon, FEBOPRAS
Externes Fakultätsmitglied der Medizinischen Fakultät der RWTH-Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen)
Externes Fakultätsmitglied der HS Gesundheit Bochum (Hochschule für Gesundheit)
Mitglied der Gutachterkommission (Ärztekammer Nordrhein)
Gutachter der Gerichte Nordrhein-Westfalen

Meine Arbeit ist wissenschaftlich fundiert und international vernetzt.
Forschung, Publikationen und Auszeichnungen
Ich veröffentliche regelmäßig in Fachzeitschriften, lehre an Universitäten und arbeite an der Weiterentwicklung chirurgischer Standards.
Peer‑reviewed Publikationen
Buchkapitel & Leitlinienbeiträge
Internationale Vorträge
Medienbeiträge & Interviews
Bundesverdienstkreuz für medizinisch‑humanitäre Arbeit
Was Sie bei mir erwartet.
ein geschützter, respektvoller Rahmen
verständliche Diagnostik
realistische, medizinisch fundierte Optionen
klare Aufklärung ohne Druck
Begleitung bei komplexen Entscheidungen
FAQ´S
HÄUFIGE FRAGEN
Was bedeutet FGM/C medizinisch?
FGM/C (weibliche Genitalverstümmelung/-beschneidung) ist keineswegs ein rein ästhetisches Problem. Es handelt sich um einen schwerwiegenden Eingriff in die körperliche und psychische Integrität von Mädchen und Frauen, der oft lebenslange Folgen nach sich zieht.
Viele Betroffene leiden unter erheblichen funktionellen Einschränkungen im Genitalbereich. Häufig treten ausgeprägte anatomische Veränderungen, Fistelbildungen sowie chronische Narben- und Nervenschmerzen auf.
Darüber hinaus können Störungen beim Abfluss von Urin und Menstruationsblut entstehen, die wiederkehrende Infektionen begünstigen.
Auch die sexuelle Gesundheit und Lebensqualität sind oft erheblich beeinträchtigt. Organische Veränderungen können zu Schmerzen, Funktionsstörungen und einem eingeschränkten sexuellen Erleben führen. Bei Geschlechtsverkehr und Geburten besteht zudem ein erhöhtes Risiko für Gewebeverletzungen und weitere Komplikationen.
Neben den körperlichen Folgen hinterlässt FGM/C häufig tiefe psychische Belastungen.
Viele Betroffene erleben Traumafolgestörungen, einen Verlust des Vertrauens in den eigenen Körper sowie nachhaltige Erschütterungen ihres Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühls.
Eine rekonstruktive Genitalchirurgie kann dazu beitragen, funktionelle Beschwerden zu lindern, Schmerzen zu reduzieren und die sexuelle Selbstbestimmung zu stärken.
Die rekonstruktive Behandlung nach FGM/C ist daher nicht als kosmetischer Eingriff zu verstehen, sondern als medizinisch notwendige Maßnahme zur Wiederherstellung von Gesundheit, Funktion und Lebensqualität.
Welche genetischen oder erkrankungsbedingten Gründe für eine anatomische Rekonstruktion der Vulva gibt es?
Eine rekonstruktive Operation der Vulva kann nicht nur nach einer weiblichen Genitalbeschneidung (FGM/C), sondern auch bei anderen medizinischen Ursachen sinnvoll sein. Ziel einer Rekonstruktion ist es, die Anatomie und Funktion der äußeren Genitalien möglichst wiederherzustellen sowie Beschwerden zu lindern.
Nach Tumoroperationen im Vulvabereich
Bei Erkrankungen wie einem Vulvakarzinom oder einer vulvären intraepithelialen Neoplasie (VIN) kann die operative Entfernung von Gewebe erforderlich sein. Dies kann zu funktionellen Einschränkungen oder sichtbaren Veränderungen der äußeren Genitalien führen.
Eine rekonstruktive Operation kann helfen, Gewebe- und Hautdefekte zu decken, Narben zu korrigieren und die anatomischen Strukturen wiederherzustellen. Je nach Befund können dadurch Beschwerden wie Schmerzen, Reibungsempfindlichkeit oder Probleme beim Wasserlassen verbessert werden.
Angeborene Fehlbildungen oder genetisch bedingte Veränderungen
Einige Frauen haben angeborene Besonderheiten der äußeren Geschlechtsorgane, die Form, Größe oder Lage einzelner Strukturen betreffen können. In manchen Fällen führen diese Veränderungen zu funktionellen Beschwerden oder einer erheblichen psychischen Belastung.
Ob eine operative Korrektur sinnvoll ist, wird individuell anhand der anatomischen Gegebenheiten und der bestehenden Beschwerden beurteilt.
Krankheitsbedingte Gewebeverluste
Schwere Entzündungen oder Infektionen im Genitalbereich, beispielsweise bei Akne inversa (Hidradenitis suppurativa) oder nach Abszessen, können zu Narbenbildungen und Gewebeverlusten führen.
Rekonstruktive Verfahren können dazu beitragen, vernarbtes Gewebe zu korrigieren, die Beweglichkeit der Haut zu verbessern und funktionelle Beeinträchtigungen zu reduzieren.
Chronische Hauterkrankungen wie Lichen sclerosus
Bestimmte chronisch-entzündliche Hauterkrankungen können zu Vernarbungen, Verengungen und strukturellen Veränderungen im Bereich der Vulva führen. Typische Beschwerden sind Juckreiz, Brennen, Schmerzen oder wiederkehrende Hauteinrisse.
Eine Rekonstruktion kann in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, wenn Narben die Funktion deutlich beeinträchtigen. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Grunderkrankung fachgerecht behandelt und möglichst stabil eingestellt ist.
Folgen schwerer Verletzungen oder Geburtsverletzungen
Ausgeprägte Dammrisse, Komplikationen nach einer Episiotomie (Dammschnitt) oder andere Verletzungen können zu Narbenzug, Asymmetrien und funktionellen Beschwerden führen.
Rekonstruktive Eingriffe können helfen, Narben zu lösen, Gewebe neu zu formen und Beschwerden beim Sitzen, Geschlechtsverkehr oder bei der Blasen- und Darmfunktion zu lindern.
Wichtig: Ob eine rekonstruktive Behandlung medizinisch sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. Eine sorgfältige fachärztliche Untersuchung und Beratung ist daher die Grundlage jeder Therapieentscheidung.
Worin unterscheidet sich die anatomische vulvo-klitorale Rekonstruktion die PD Dr. O’Dey anwendet von anderen rekonstruktiven Verfahren?
Zur Rekonstruktion der weiblichen äußeren Genitalien stehen verschiedene chirurgische Verfahren zur Verfügung. Je nach Ausgangsbefund unterscheiden sich diese hinsichtlich ihres Umfangs und ihrer Zielsetzung. Während manche Methoden vor allem auf die Freilegung oder Korrektur einzelner anatomischer Strukturen ausgerichtet sind, verfolgen umfassendere rekonstruktive Verfahren das Ziel, Form und Funktion der Vulva möglichst weitgehend wiederherzustellen.
Die von PD Dr. O’Dey angewandte anatomische vulvo-klitorale Rekonstruktion zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
Umfassende Wiederherstellung der Anatomie
Das Verfahren zielt darauf ab, die anatomischen Strukturen der Vulva und Klitoris möglichst vollständig zu rekonstruieren. Dabei werden sowohl funktionelle als auch ästhetische Aspekte berücksichtigt. Ziel ist eine natürliche anatomische Form sowie die bestmögliche Wiederherstellung von Schutz-, Sensibilitäts- und Sexualfunktionen.
Narbenarme Operationsplanung
Bei der Rekonstruktion wird darauf geachtet, Operationsnarben möglichst unauffällig in natürlichen Hautfalten oder anatomischen Übergängen zu platzieren. Dadurch können sichtbare Narben reduziert und ein harmonisches ästhetisches Ergebnis unterstützt werden.
Individuell angepasster rekonstruktiver Ansatz
Die Operation wird an die jeweilige Ausgangssituation angepasst. Neben der Wiederherstellung einzelner Strukturen werden die anatomischen Zusammenhänge der gesamten Vulvaregion berücksichtigt. Ziel ist eine möglichst natürliche Rekonstruktion, die sowohl funktionellen als auch ästhetischen Anforderungen gerecht wird.
Funktion und Ästhetik als gemeinsame Behandlungsziele
Moderne rekonstruktive Verfahren berücksichtigen nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch Aspekte wie Sensibilität, Schutzfunktion des Gewebes und individuellen Komfort im Alltag. Welche Verbesserungen erreicht werden können, hängt jedoch von den individuellen Voraussetzungen, dem Ausmaß der Gewebeveränderung und dem Heilungsverlauf ab.
Wichtig: Die Ergebnisse einer Rekonstruktion sind immer individuell. Welche funktionellen und ästhetischen Verbesserungen im Einzelfall realistisch sind, sollte im Rahmen eines ausführlichen ärztlichen Beratungsgesprächs besprochen werden.
Welche Risiken und möglichen Komplikationen gibt es bei einer Genitalrekonstruktion?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff sind auch bei einer rekonstruktiven Operation im Genitalbereich Risiken und mögliche Komplikationen zu berücksichtigen. Welche Risiken im Einzelfall bestehen, hängt unter anderem vom Umfang des Eingriffs, den individuellen anatomischen Voraussetzungen sowie möglichen Vorerkrankungen ab.
Zu den allgemeinen Operationsrisiken gehören:
- Nachblutungen
- Blutergüsse (Hämatome)
- Wundheil
Wie läuft die Vorbereitung auf eine anatomische Rekonstruktion des weiblichen Genitals ab?
Die Vorbereitung auf eine anatomische Rekonstruktion des weiblichen Genitals beginnt mit einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch und einer körperlichen Untersuchung. Ziel ist es, die individuellen anatomischen Voraussetzungen zu beurteilen, mögliche Beschwerden zu erfassen und gemeinsam die Behandlungsziele zu besprechen.
Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung ist die umfassende Aufklärung über den geplanten Eingriff, die zu erwartenden Ergebnisse, mögliche Risiken sowie den Heilungsverlauf.
Dabei haben Patientinnen ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und individuelle Anliegen anzusprechen.
Insbesondere bei Frauen, die von weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C) betroffen sind, werden neben den körperlichen Veränderungen auch persönliche, kulturelle und psychosoziale Aspekte berücksichtigt. Viele Betroffene haben belastende Erfahrungen gemacht, die bei der medizinischen Betreuung sensibel und respektvoll berücksichtigt werden.
Eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre und ein kultursensibler Umgang tragen dazu bei, dass sich Patientinnen während des gesamten Behandlungsprozesses gut informiert und unterstützt fühlen.
Je nach individueller Situation können ergänzend weitere Untersuchungen oder fachübergreifende Beratungen erforderlich sein, um die Behandlung optimal zu planen.
Wann lässt sich das Ergebnis der Rekonstruktion beurteilen?
Die Heilung nach einer anatomischen Rekonstruktion des weiblichen Genitals erfolgt schrittweise und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Während dieser Zeit bilden sich Schwellungen zurück, Narben reifen aus und die operierten Gewebe passen sich zunehmend an ihre neue Funktion an.
Auch die Regeneration von Nervenstrukturen benötigt Zeit.
Veränderungen der Empfindungsfähigkeit können sich daher über Wochen bis Monate entwickeln. Wann eine abschließende Beurteilung des funktionellen Ergebnisses möglich ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen und dem Heilungsverlauf ab.
Regelmäßige Nachsorgetermine dienen dazu, den Heilungsprozess zu kontrollieren, mögliche Beschwerden frühzeitig zu erkennen und die weitere Behandlung bei Bedarf anzupassen.
Darüber hinaus bieten sie Raum, Fragen zu körperlichen Veränderungen, zur Sensibilität des Gewebes sowie zu funktionellen Aspekten der Rekonstruktion zu besprechen.
Da Heilungsverlauf und funktionelle Ergebnisse individuell unterschiedlich sein können, sollte die Bewertung des Operationsergebnisses immer im Zusammenhang mit der persönlichen Ausgangssituation erfolgen.
Wie verläuft die Nachsorge nach einer anatomischen Rekonstruktion des weiblichen Genitals aus?
Nach der Operation verbleiben Patientinnen in der Regel für einige Tage zur stationären Überwachung in der Klinik. Während dieser Zeit werden der frühe Heilungsverlauf kontrolliert, die Wundversorgung sichergestellt und mögliche Beschwerden behandelt.
Vor der Entlassung erhalten die Patientinnen individuelle Empfehlungen zur Wund- und Narbenpflege.
Je nach Art und Umfang des Eingriffs können hierzu auch Hinweise zur Intimhygiene, zur körperlichen Schonung sowie zu unterstützenden Maßnahmen während der Heilungsphase gehören.
In den ersten Wochen nach der Operation sollte das operierte Gewebe vor übermäßiger mechanischer Belastung geschützt werden. Daher wird in der Regel empfohlen, vorübergehend auf Geschlechtsverkehr, intensiven Sport sowie Aktivitäten mit erhöhter Druck- oder Reibungsbelastung im Genitalbereich – beispielsweise Fahrradfahren – zu verzichten.
Wann diese Aktivitäten wieder aufgenommen werden können, richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf.
Regelmäßige Nachsorgetermine ermöglichen die Beurteilung der Wundheilung, der Narbenentwicklung sowie der funktionellen Ergebnisse der Rekonstruktion. Dabei können auch Fragen zu Sensibilität, körperlichem Wohlbefinden und zur Rückkehr in den Alltag besprochen werden.
Die Nachsorge erstreckt sich häufig über mehrere Monate und wird individuell an den Heilungsverlauf angepasst.
Ziel ist es, eine bestmögliche Heilung zu unterstützen und das langfristige Behandlungsergebnis zu begleiten.
Werden die Kosten für eine anatomische Rekonstruktion nach FGM/C oder anderen medizinischen Ursachen von der Krankenkasse übernommen?
Eine anatomische Rekonstruktion der äußeren Genitalien kann bei verschiedenen medizinischen Indikationen in Betracht kommen.
Dazu gehören insbesondere die Folgen einer weiblichen Genitalbeschneidung (FGM/C), aber auch krankheits-, verletzungs- oder operationsbedingte Gewebeverluste und Deformationen.
FGM/C wird von internationalen Gesundheitsorganisationen als schwerwiegende Verletzung der körperlichen Unversehrtheit mit möglichen gesundheitlichen und psychischen Folgen eingestuft. Rekonstruktive Eingriffe können darauf abzielen, funktionelle Beschwerden zu behandeln und die anatomischen Strukturen möglichst weitgehend wiederherzustellen.
Ob die Kosten einer solchen Behandlung von einer gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, hängt von der individuellen medizinischen Situation und den Voraussetzungen des jeweiligen Kostenträgers ab.
Häufig ist vor der Behandlung ein Antrag auf Kostenübernahme erforderlich. Die Entscheidung erfolgt in der Regel nach Prüfung der medizinischen Unterlagen und gegebenenfalls unter Einbeziehung eines medizinischen Gutachtens.
Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit.
Der konkrete Leistungsumfang richtet sich jedoch nach dem individuellen Versicherungsvertrag und den jeweiligen Tarifbedingungen.
Patientinnen wird empfohlen, die Frage der Kostenübernahme frühzeitig mit ihrer Krankenversicherung zu klären. Viele spezialisierte Zentren und Kliniken unterstützen dabei durch die Erstellung medizinischer Befundberichte, Stellungnahmen oder Gutachten, die die medizinische Indikation und die Behandlungsziele dokumentieren.
Wichtig: Ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden, kann nur der jeweilige Kostenträger im Einzelfall entscheiden. Eine vorherige schriftliche Kostenzusage schafft Planungssicherheit für die weitere Behandlung.

ADRESSE
O’Dey Private Practice c/o
LILIUM Klinik Frankfurt GmbH
Priv.-Doz. Dr. med. Dan mon O’Dey
Amelia-Mary-Earhart-Straße 17
60549 Frankfurt am Main
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